Krebsvorsorge

Nach Brustkrebs ist Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei jungen Frauen im Alter von 25-35 Jahren. Jedes Jahr sterben noch ca. 1.700 Frauen in Deutschland an den Folgen von Gebärmutterhalskrebs. Aber das wäre vermeidbar. Denn jeder Frau steht eine jährliches Krebs-Früherkennungsuntersuchung bei einem Gynäkologen zu und kann sich so vor der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses schützen.

Thin Prep Dünnschichtabstrich

Bei dieser Früherkennungsuntersuchung wird während der gynäkologischen Untersuchung mit einem Wattetupfer oder einem anderen Instrument ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals oberflächlich entnommen. Die so gewonnenen Zellen werden auf einem Objektträger aufgebracht, im Labor präpariert und gefärbt und anschließend unter dem Mikroskop begutachtet. Hierbei ist es möglich, Zellveränderungen zu erkennen, die auf eine Entzündung oder Entartung hinweisen.

Seit der PAP-Test vor ca. 50 Jahren entwickelt wurde, hat sich die Technik nicht wesentlich verändert. Unter optimalen Bedingungen bietet dieser Test eine relativ hohe Sicherheit mit einer Erfolgsrate von bis zu 80%. Nach wie vor hat er daher einen hohen Stellenwert. In der praktischen Routine ergeben sich allerdings auch Probleme du Fehlermöglichkeiten, die seine Zuverlässigkeit einschränken. Eine technische Weiterentwicklung des konventionellen PAP-Tests ist der ThinPrep-Pap-Test. Er wurde entwickelt, um die beim herkömmlichen PAP-Test auftretenden Probleme und Fehlermöglichkeiten zu verringern. Die größere Zuverlässigkeit und Aussagekraft bedeutet auch eine höhere Sicherheit für die untersuchten Frauen.

Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens

Nur durch den vaginalen Ultraschall können die Eierstöcke in Form, Lage und Struktur genau untersucht und damit Frühbefunde sichtbar gemacht werden. Zusätzlich wird damit Ihre Gebärmutter genauer untersucht. Ebenso können Konturen der Blasenschleimhaut verfolgt werden und ein Blasenkarzinom früher erkannt werden.

Brustultraschall

Für die Früherkennung des Brustkrebses- der häufigsten Krebserkrankung der Frau - ist neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Gerade für jüngere Frauen unter 50 Jahren, denen noch kein Mammographie-Screening angeboten wird, ist dies eine sinnvolle ergänzende Früherkennungsuntersuchung.

Immunol. Stuhltest zur Früherkennung von Darmkrebs

Die Untersuchung des Stuhls auf okkultes (verborgenes) Blut ist eine wichtige und bewährte Krebsfrüherkennungsmaßnahme.

individuelle Labordiagnostik

Bestimmung des Hormonspiegels

HPV Test (Humane Papillomviren-Testung)

Humane Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Jeder Mensch hat ein Risiko von 80% sich im Leben damit zu infizieren. Bestimmte Typen dieser Viren spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. Dieses hochmoderne Testverfahren auf HPV erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA Technologie ausgewertet.

Seit Januar 2020 wird die neue gesetzliche Krebsfrüherkennung für Frauen durchgeführt. Für Frauen ab 35 Jahren findet nun eine Co-Testung statt und es wird neben dem zytologischen Abstrich auch ein HPV-Test zur Risikoabklärung durchgeführt. Abhängig von diesem Ergebnis ändert sich dann eventuell das jährliche Untersuchungsintervall.

Blasenkrebsfrüherkennung

Das Blasenkarzinom stellt die fünfthäufigste bösartige Tumorerkrankung des Menschen dar. Sichtbares Blut (sog. Makrohämaturie) im Urin ist das häufigste Primärsyndrom eines Blasentumors. Bei Auftreten einer schmerzlosen Hämaturie, auch wenn sie nur ein einziges Mal auftritt, sollte unbedingt auf eine Tumorerkrankung als Ursache untersucht werden. Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung stehen für die frühzeitige Selektion von Patienten mit möglichem Blasenkarzinom einfach durchzuführende, sensitive Urintests zur Verfügung. Eine möglichst frühe Diagnose der Erkrankung und eine entsprechende Therapie tragen entscheidend zur Überlebensrate des Patienten bei. Somit ist es ratsam, zusätzlich zur Untersuchung auf Blut im Urin auch eine Untersuchung auf BTA (Blasentumor-assoziiertes Antigen) durchführen zu lassen. Studien belegen, dass die kombinierte Untersuchung des Urins bestehend aus Urinzytologie und BTA-Nachweis wesentlich sensitiver ist als die Untersuchung auf Blut im Urin alleine.

 

 

Neue E-Mail Adresse

info@praxisprovenzano.com